Wer stoppt Mister Trump?
Jetzt ist die Zeit für intelligente Spötter. Was der ‚freie Wertewesten‘ mit all seinen führenden Persönlichkeiten derzeit abliefert, verdient nur Hohn und Spott. Er verdiente es vorher schon, aber jetzt erst recht.
Die LinkeZeitung läßt Larry C. Johnson zu Worte kommen mit: „Es ist an der Zeit, Donald Trump die Autoschlüssel wegzunehmen“. (Vgl. hier). Dem ist prinzipiell sicher zuzustimmen, gleichwohl bleibt offen, wer dies wohl und wie tun könne.
Die Verbrechen von Trump nicht erst seit Iran, Venezuela und Grönland haben diesen Wertewesten und seine NATO schon beinahe erfolgreich hingerichtet. Das allein ist ‚great’ und, wenn man so will, verdient höchsten Respekt. Gut ist auch, dass parallel dazu die EU kraft innerer Widersprüche wie ein Hühnerhaufen auseinanderstrebt und ihren Korpsgeist aufzugeben neigt.
Auch einer wie Merz und eine wie v. d. Leyen machen es gut, wie geschickt sie Trumps Eskapaden zu einem überaus raffinierten diplomatischen Schachzug nutzen, wenn sie betonen, Russland sei ja schließlich auch Europa und, wie es hieß, „Gespräche aufnehmen“ wollen. Wenn es ihnen also kraft innerer Stärke gelingt, sich am Ende ebenfalls aus dem Krieg gegen Russland und aus der Ukraine zu verdünnisieren, kann man doch glatt von einem erfolgreichen Coup sprechen. Thomas Röper (Anti-Spiegel.ru) hat unter „Kehrtwende? Warum bezeichnet Merz Russland plötzlich als „europäischen Nachbarn“ und redet von einer Normalisierung der Beziehungen?“ eine sehr nüchterne wiewohl realistische Einschätzung geliefert. Er schreibt nämlich, hier auszugsweise, seine nüchterne Analyse resümierend:
Wenn diese Interpretation richtig ist, dürften wir schon sehr bald auch in deutschen Medien, die bisher – immer brav der Regierungslinie folgend – kategorisch gegen Gespräche mit Russland waren, immer mehr Artikel finden, die die Leser auf Gespräche der EU mit Russland vorbereiten, obwohl deutsche Politiker und Medien bisher noch jede Art von Gesprächen mit Russland und seinem „Kriegsverbrecher“ Putin ausschließen.
Sollte das so kommen, dürfen wir uns auf viele lustige Artikel freuen, die den Deutschen den plötzlichen Kurswechsel schmackhaft machen sollen.
Und sollte es so kommen, würde ich mich nicht wundern, wenn Merz versuchen sollte, sich selbst für die Rolle des EU-Sondergesandten ins Gespräch zu bringen. Ob Russland allerdings an Gesprächen mit dem Kriegstreiber Merz interessiert ist und ihm eine ehrliche Verhandlungsabsicht abnimmt, steht auf einem anderen Blatt.
Interessant wird dann auch, Außenminister Wadephul zuzuhören, der ja getönt hat, Russland bleibe „immer unser Feind“.
Wir werden bald erleben, ob meine Interpretation der Worte von Merz richtig ist.
Unsere website erhält Anfragen von Lesern und aus unserem unmittelbaren Bekanntenkreis und diese sind, wie wir auch, von einem großen Interesse geprägt, bei all den Ereignissen der letzten Monate, schlüssige Erklärungen der globalen Lage zu ermitteln. Wir haben dafür auf unsere eigenen Info-Quellen hingewiesen (vgl. hier) gehen aber davon aus, dass es noch viel wichtiger sein dürfte, wenn man sich im Freundes- und Bekanntenkreis wieder trifft, um sich auszutauschen, sich Orientierung und ein höheres Maß an gesellschaftlicher Praxis zu verschaffen.
Nicht zuletzt die diversen Wahlen in diesem Jahr eröffnen für die gesellschaftliche Opposition von links und rechts große Chancen, heftig Sand ins Getriebe der Kriegskoalition von CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke) zu streuen. Ein neues Vertun wie im Februar letzten Jahres wäre fatal.

