Westeuropa ist kein sicheres Aufmarschgebiet für den NATO-Krieg in der Ukraine

Keine Provokation ist den Regierungen der westeuropäischen NATO bzw. EU-Mitgliedern zu billig, um die Russische Föderation zu bekämpfen, keine russophobe Intervention zu geringfügig. Und es stört diese Eliten dabei auch scheinbar nicht, wie sie uns dabei immer tiefer in den Sumpf des wirtschaftlichen und politischen Niedergangs führen.

Das Beitragsbild oben mit der Luftaufnahme der Brennerbrücke bei Innsbruck entnahmen wir einem Beitrag des österreichischen online-Magazins TKP.at – Blog für Science & Politik. Dort wird berichtet, wie gerade mit der Konzentration von militärisch-elektronischer High-Tech-Industrie mit Exportziel Ukraine und Israel links und rechts der besagten Brücke der Abbau der Neutralität Österreichs vorangetrieben wird. Es wird auch berichtet, warum deswegen Österreich mit ‚Sky Shield‘ hochstilisierte und sehr teure

Abwehrmaßnahmen plant. Denn man ahnt, daß man bei weiteren Waffenlieferungen in die Ukraine schnell auch selbst zum Ziel von Abwehrmaßnahmen der angegriffenen Russischen Föderation werden könnte. Der Autor des Berichts, Andreas S., beschreibt unter dem Titel „Sky Shield, ‚Bella Italia‘ und der Brenner: Eine Rakete reicht!“,  wie schnell diese schöne, grazile und teure Brücke, ob mit oder ohne „Sky Shield“, durch moderne Raketentechnik im Nu zerlegt werden kann. Fragwürdig ist, wie die herrschende politischen Elite Österreichs dabei ihre Rest-Neutralität auf Spiel setzt, um dafür die existenzielle Gefährdung ihrer nationalen Existenz zu riskieren. Glaubt Österreichs ÖVP-Kanzler Stöcker tatsächlich an irgendeine Wirkung von „Sky Shield“ oder nicht doch eher an deren Simulation?

Ein anderer HotSpot: In relativ kurzer Distanz von unserem Redaktionssitz Hannover befindet sich in der Gemeinde Unterlüß eine der Hauptproduktionsstätten des Rheinmetall-Konzerns auf einem Areal von etwa 60 km²(!), wie die ARD-Tagesschau berichtete. (Vgl. hier).

Der Rüstungskonzern ist einer der Hauptprotagonisten und -lieferanten des NATO-Krieges gegen Russland in der Ukraine und der deutsche Kriegsgewinnler schlechthin. Dessen Chef Papperger behauptet sogar, in der Ukraine selbst Anlagen der Fertigung militärischer Güter zu betreiben und räumt zuletzt schon häufiger den regelmäßigen unangemeldeten Besuch der Luftstreitkräfte der Russ. Föderation dort ein. Die Spezialität der Fertigung in Unterlüß besteht, presseöffentlich vorgeführt, in der hunderttausendfachen Massenproduktion von 155mm-Artillerie-Geschossen.

Preisfrage: Es ist klar, eine solch spektakuläre Brücke wie die in Österreich haben wir zwar in Niedersachsen nicht zu bieten. Bekommen wir aber wenigstens im Kreis Hannover nicht trotzdem eine Art ‚Sky Shield‘ – zur eigenen Sicherheit, versteht sich? Brücke hin oder her, wenn die A2 nicht mehr befahrbar ist, ist es mit der NATO-Logistik Richtung Osten ja ohnehin nicht mehr weit her. 

Wenn die Umstellung auf Produktion von Kriegsfahrzeugen bei Volkswagen in Osnabrück und, wenn das so weiter geht, auch in Wolfsburg, Hannover und Braunschweig, gelaufen ist, gibt es dann dort etwa keine zwei bis drei ‚Sky Shields’ als Zugabe? Und was ist, wie jetzt im Nahen und Mittleren Osten ruchbar geworden, wenn das Israelische ‚Iron Dome‘-Abwehrsystem , das ‚THAAD‘- und das ‚Patriot-System’ gegen die mit bis zu achtfacher Schallgeschwindigkeit heranbrausenden iranischen Raketen kaum Trefferchancen haben? Bleibt uns da nur die Hoffnung, die russischen Abwehrsysteme sind nicht so wirkungsvoll wie das iranische?

Man kann eigentlich nur raten, was die deutliche Zunahme von öffentlich zugänglichen Berichten über viele, viele spezielle Rüstungsstandorte im Bundesgebiet zu bedeuten hat. Wer hat Interesse an diesen Berichten aus dem militärischen Schlagschatten? Wurden die lanciert oder sogar direkt von Russland decouvriert, weil die andeuten, sich nicht länger von den von deutschen Firmen in die Ukraine gelieferten Munition töten zu lassen zu wollen? Neigt die russische Seite sogar derzeit schon proaktiv zur Vorbereitung einer Vernichtung dieser speziellen Produktionsstandorte in Deutschland mit ihrem ganzen Drumherum?

Über Jahre hat die NATO und damit auch Deutschland die russische Westgrenze belagert, hat die ‚bunten Revolutionen‘ in Georgien, Belarus und der Ukraine erheblich mitfinanziert und per geeigneter NGO’s selbst gestaltet. Dann 2014 der Putsch in Kiew, dann die Pogrome der Kiewer Neonazis gegen die ethnisch russische Bevölkerung. Dann, ab 2022, begann sich Russland wirksam zu wehren und jetzt mit dem teilweisen Rückzug der USA tritt der Ukrainekrieg wohl in seine Endphase. „Endlich!“, so empfand es die überwiegende Mehrzahl der Russen damals und „Endlich, ein Ende mit der dieser Ukraine!“ so  empfinden die russischen Menschen heute.

Die Europäer in NATO und EU können gegenüber der Russ. Föderation keinen gleichstarken Widerpart auf die Beine stellen. Absehbar versuchen sie alles, es Russland so schwer wie möglich zu machen und die Wirksamkeit der ukrainischen Militärkamarilla auf Staatsterrorismus zu orientieren. Ein Paradoxon: Die USA ziehen sich zurück, aber die Gefahr eines europäischen Kriegs wächst. Wie wahnsinnig betreiben die Westeuropäer den Aufbau der Logistik im Sinne von Aufmarschgebiet Richtung Osten.

Die schöne Brücke und ihre Umgebung bei unseren österreichischen Nachbarn und die Gegend um Unterlüß bis zum Kreis Hannover und noch viel mehr west- und zentraleuropäischer Landstriche werden dann Objekt kriegerischer Vernichtung. Aber unwahrscheinlich ist, dass erst die russischen Raketen jene Zerstörung mit sich bringen werden, denn auch bei uns dürfte es unter dem Strich eine nennenswerte Anzahl entschlossener Gegner dieses selbst verschuldeten Krieges des ‚freien Wertewestens‘ geben, welche v.a. die logistischen Risiken des Aufmarsch gegen Russland im Detail kennen sollten. Und uns werden dann nicht nur die aktuellen Wetterdatern fehlen, denn die zentralen Versorgungssysteme jedweder Art werden als erstes nicht mehr zur Verfügung stehen. (Vgl. dazu: „Nicht der große Knall – eher langsames großformatiges Dahinsiechen“).

Wenn die Leute bei den noch anstehenden Landtagswahlen dieses Jahr wenigstens nicht eine der Kriegsparteien wählen, sondern  CDU/CSU, SPD, Grüne und Linkspartei für ihr Kriegsgeschrei eher abstrafen, wäre schon einiges unternommen …

 


Redaktionelle Notiz: Da es im Beitrag heißt „…mit dem teilweisen Rückzug der USA tritt der Ukrainekrieg wohl in seine Endphase.“ wollen wir hier zusätzlich noch auf einen Beitrag von Pepe Escobar verlinken, der uns, wie so häufig, mit der großen Übersicht behilflich ist. Vgl. dazu unter „Verzweifelte Euro-Eliten weigern sich, ihre strategische Niederlage zu akzeptieren“.

 

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Nutzung stimmen sie dem zu. und per "Schließen und Akzeptieren" auch der Verwendung dieser Daten für Besucher-Statistiken & Medien. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Seite (vgl. Link nebenan).

Datenschutzerklärung