„Linksertum“, was ist das eigentlich?

Es gab Nachfragen, da wir uns in unseren Kommentaren u.a. zur neuesten Entwicklung des BSW im Vorfeld der diesjährigen Landtags- und Kommunalwahlen dieses Schmähwortes bedienen. Eine Erklärung dazu ist eigentlich nicht kompliziert und stützt sich auf ganz konkrete Ereignisse der letzten Monate und Jahre. Allerdings, die Kernmarke dieses Linksertums ist nach wie vor die Linkspartei, aus der auch die Mehrzahl der führenden BSW-Kader stammt. 

Als prototypisch mag folgendes Vorkommnis gelten: Als hier in Hannover, unserem jetzigen Redaktionssitz, im Frühjahr 2023 der allseits bekannte und beliebte Schweizer Historiker und Publizist Daniele Ganser für ein Vortrag zu Gast war, machten sich einige Linke unter Führung von ‚Omas gegen Rechts!‘, Resten der Linkspartei und diverser Antifanten-Grüppchen auf den Weg, diese Veranstaltung zu verhindern. „Ganser ist Faschist!“, konnte man von dort vernehmen, ohne auch nur in einem Halbsatz dafür eine Begründung zu erhalten. Es stiessen dann auch ein paar Linksisten von Gruppen wir VVN, der DFG-VK und ein paar Grüne hinzu, so dass dann die urbane Protestschar von etwa einhunderfünfzig Personen vollständig war. Der Redner dieses Protests, der Hannoveraner grüne OB Onay, lieferte bestellte Worte der Empörung, ebenso ohne den Hauch einer ernsthaften Begründung. Gleichwohl: Der Konflikt, war ja längst entschieden, denn drinnen im Saal hörten fast dreitausend Interessierte den Vortrag von Ganser. Der Aufzug von OB Onay und seine Antifanten mußte dort mit keinem Wort erwähnt werden… (Vgl. hier).

Bei dieser Geschichte in Hannover war alles dabei, die ganz breite Melange aus elitärem Gehabe und politischer Dummheit. Und so ist sie halt, diese politische Linke mit der Linkspartei als Markenkern und immer häufiger auch mit Unterstützung durch die öffentlich-rechtliche Medien (ÖRR.) Als Zugereister konnte man angesichts dieses Antifanten-Engagements in Hannover schon damals ganz schön Fremdscham empfinden.

Heute gehen diese Antifanten längst auch an beschaulicheren Orten spazieren, z.B. in sächsischen Städtchen wie Schwarzenberg oder Annaberg-Buchholz (vgl. hier)  und nehmen sich dort u.a. die Weihnachtsmärkte und ihre Besucher vor, die sie offenbar als Brutstätten dessen sehen, was sie als „Faschismus“ halluzinieren. Sie sind dabei wohl von der tiefen Überzeugung geprägt, die Menschen dort mit der richtigen, nämlich ihrer Weltanschauung konfrontieren und deren andere Tradition in Abrede stellen und verächtlich machen zu müssen. Und was ihnen dumpfbackig und auch bisweilen putzigerweise dazu einfällt, einschließlich ihrer Argumente in Gestalt von Bengalos und Feuerwerkskörpern, muß nicht lange problematisiert werden. 

…man muß nur das Richtige glauben, dann wird alles ganz leicht! 

Linksertum pflegt Selbstrechtfertigung per Selbstermächtigung

Die Linkspartei hat offenbar keine Probleme mit Legitimation von Gewalt, genauer: Eine Legitimation wird gar nicht erst versucht, sie wird einfach behauptet. Der Anschlag der „Vulkangruppe“ auf genau jene Elektroleitung, der knapp 45.000 Haushalten und gut 2.200 Unternehmen zu Jahresbeginn im Berliner Südwesten eine Woche den Bezug von Strom unterbunden hatte, ist so ein Beispiel. Und, offenbar von den gleichen Leuten betrieben, die Belagerungen und Blockaden auf vielbefahrenen öffentlichen Straßen sowie Start- und Landebahnen auf Flugplätzen unter der Überschrift ‚Last Generation‘Die Reaktion der Linkspartei stets: Verharmlosen dieser Gewalt, also eigentlich Legitimierung.

Herr van Aken, der Co-Vorsitzende der Partei Die Linke, äußerte im März 2025 ziemlich abenteuerlich: „… politisch links motivierte Straftaten können dem Allgemeinwohl dienen und die Allgemeinheit schützen!“ Ein ähnliches Spielchen in der Leipziger Gegend: Dort in Leipzig-Connewitz betreibt die Linkspartei unter Führung von Frau Nagel (MdL) im Wechselspiel mit den örtlichen Antifanten von der ‚Hammerbande‘ ihren „Antifaschismus“. Hier auch per Verharmlosung sogar tödlicher Gewalt! (Vgl. hier).

Linksertum pflegt ‚Cancel Culture‘

Schon seit den Jahren des Corona-Pandemie-Regimes zirkuliert der Begriff ‚Cancel Culture‘. Als politisch aktiver Mensch sollte man schon damals, gemessen an den Auflagen der herrschenden politischen Kultur, alles vermeiden, was sich nach Kritik an diesem Corona-Regime und aller Einschränkungen von Meinungsfreiheit anhörte. Bestrafung von Zuwiderhandlungen oder auch nur von Unbotmäßigkeit stand seitdem häufig auf der Tagesordnung. Andere Formen von ‚Cancel Culture’ zum Thema ‚Klimaschutz‘ und aktuell der irren C02-Besteuerung sind schon seit Jahren virulent. Da mischt das Linksertum ja kräftig mit, sozusagen als eher passive Förderer von ‚Cancel Culture‘.

Die Linkser sind aber gleichwohl Spezialisten darin, lauthals und ganz und gar nicht passiv traditionelle Kulturformen (s.o.) und damit verbundene gesellschaftliche Eigenarten (Familien, Vereine, Nachbarschaft, Heimatgefühl) en gros für überflüssig und geradezu reaktionär zu erklären. Indes holen sie sich beim Anrennen gegen diese Kulturformen regelmäßig blutige Nasen und vergessen dann auch nicht, „drohenden Faschismus“ zu beklagen.

Linksertum will millionenfache Immigration und offene Grenzen!

Bei dieser elitären Grundhaltung kommt es ihnen auch nicht in den Sinn, die tief empfundene Abneigung der Volksmassen gegen ungezügelten Zuzug von Migranten und der Forderung nach Remigration der illegal Eingewanderten zu verstehen. (Vgl. hier).

Alle in diesem Zusammenhang von Linksisten öffentlich zur Schau gestellte Empörung unter dem Motto ‚Gegen ‚Rrächts!‘ hat dagegen sehr viel mit deren weltanschaulicher Ignoranz zu tun. Nämlich dann, wenn die Kinder in den Schulen nichts mehr lernen, weil der Anteil migrantischer, nicht altersgemäß deutsch sprechender Kinder zu hoch ist, wenn die Haushalte der Städte und Gemeinden für die allseitige Versorgung der Migranten Pleite gehen, wenn andere Strukturen öffentlicher Vorsorge (Krankenhäuser, Kindergärten, Seniorenbetreung etc.) ausgedünnt und unterfinanziert geschlossen werden!

Die Linkser kümmern sich um die Nöte der Städte und Gemeinden auch gar nicht. Es muß also angenommen werden, dass ihnen die Folgen millionenfacher Immigration am Gesäß vorbeigehen und es hat den Anschein, dass die Forderung nach ‚offenen Grenzen‘ aus ihren Reihen keineswegs zufällig erhoben wird. Die Linkser wissen einfach nicht, dass es die abhängig Beschäftigten und die einfachen Haushalte sind, die durch ungezügelte Immigration ausgezehrt werden. Da liefert ein Komiker wie Linkspartei-Co-Chef van Aken den Wählern eher absonderliche Vorstellungen von einem Zuzug von jährlich einer Million Immigranten (!) (vgl. hier und hier), ohne mit einem Wort die Kosten für die Integration dieser Menschen zu erwähnen. Kein Wunder, denn so einer wie der muß ja gar nicht befürchten, diese Suppe, die er da anrührt, auch wieder auslöffeln zu müssen. Eine Partei wie die Linke ist also guten Gewissens nur für diejenigen wählbar, deren soziale und materielle Verhältnisse keine Furcht vor den Folgen ungezügelter Immigration erforderlich machen.

Linksertum in Sachen Krieg und Frieden wie ein Pudding an die Wand genagelt

Seit dem Maidan Putsch in der Ukraine in 2014 und dem darauf folgenden Terror gegen ethnisch-russische Menschen in der Ukraine mit laut UNO mindestens 14.000 Toten, seit den Minsker Verträgen, welche Kanzlerin Merkel als Repräsentantin der deutschen Garantiemacht nutzte, um lt. Selbstaussage „für die Bewaffnung der Ukraine Zeit zu gewinnen“, seit diesen Ereignissen stellen die öffentlich-rechtlichen Medien (ÖRR) jene Instanzen dar, die im Auftrag der herrschenden Parteien die serienweise Propagierung der russophober Narrative abliefert.

Linkser und Linkspartei sind im Schulterschluss mit diesen ÖRR wie die anderen Parteien der herrschenden Kriegskoalition bis heute intensiv dabei, den Blick in die Vergangenheit zu verstellen und wirken ganz direkt als Förderer weiterer Waffen- und Geldlieferungen für das Kiewer Neo-Nazi-Regime kriegsverstärkend ein. Alles streng humanitär, versteht sich!

Peinlich für die Linksisten nur, dass die Euro-Milliarden, welche die EU unter Führung der Deutschen in die Ukraine pumpt, genau aus jenen Finanzpolstern stammen, die z.B. auch den Sozialhaushalt unseres Landes versorgen. Das macht ihnen genau wie Merz/Klingbeil zu schaffen. Sie müssen also ständig begründen, warum die Finanzen in die Ukraine fließen, diesem Faß ohne Boden aber mit reichlich Korruption, und nicht in den Wohnungsbau, die Wiederherstellung der Bildungseinrichtungen, die Seniorenbetreuung etc.

Kein Wunder, wenn sich die Linkspartei bei der inzwischen ja längst virulenten Frage, wann die Kriegsgefahr in Europa dann faktisch in Krieg gegen Russland umschlägt, sich eher vornehm zurückhält oder inzwischen offen die russophobe Keule schwingt.

Linksertum empfindet Bewegungen der nationalen Unabhängigkeit hauptsächlich als ‚autoritär‘

Egal was global an kriegerischem Frevel der Kolonial- oder Neokolonialmächte, an plattem Imperialismus gegen Staaten und Nationen unternommen wurde und wird, es fällt den Linksern jeweils leicht, bei dem teilweise auch bewaffneten Widerstand, z.B. der Palästinenser gegen Israel oder der Venezuelaner, Iraner oder Kubaner gegen die USA, einen ‚Autoritarismus‘ auszumachen, der dann jeweils als Vorwand für das eigene Heraushalten dienen muß. Deswegen wollte die Linkspartei auch nicht eine Verurteilung des israelischen Genozids an den Palästinensern und hat sich stattdessen der offiziell propagierten Staatsräson in Sachen Verurteilung von angeblich antisemitischen Äußerungen unterworfen. Alles streng humanitär, versteht sich!

Linkspartei auf dem Weg zum Koalitionspartner in der Kriegskoalition

Die Linkspartei hatte nach den Bundestagswahlen im Februar 2025, vielfach das Erbe der Grünen in Sachen ‚Menschen gemachter Klimawandel per industriellem CO2-Ausstoss‘ angetreten, weil Habeck einfach auf der ganzen Linie versagt hatte.

Kaum hatten sie in Hamburg führend und komme was da wolle per Volksabstimmung so etwas Ulkiges wie ‚Klimaneutralität‘ festschreiben lassen und damit schon im Voraus die hamburgische Zukunft leerer Sozialkassen und vernichteter Erwerbsgelegenheiten eingeläutet, noch bevor Merzens Sanktionspoilitik gegen Russland die Volkswirtschaft ganz auf Talsohle gebracht hat, da spekulierte die Linke schon über ihre Zukunft als Partei der Kriegskoalition in Berlin.

Dabei dürfe ja das Waschen schmutziger Wäsche eher nicht deren großes Hindernis sein. Denn der geplante – eben auch deutsche – Krieg der NATO gegen Russland und der Ausverkauf der deutschen Volkswirtschaft hin und her, die eigene Präsenz im Berliner Parlament müsse wie die Existenz der Linkspartei-Abgeordneten überhaupt erst einmal sichergestellt sein! Was lag da näher, als der personell klammen Merz/Klingbeil-Koalition ein wenig unter die Arme zu greifen? Ende 2025 war es dann soweit: Frau Reichinnek führte ihre Linksfraktion zur Unterstützung der Regierungskoalition in einen Parlamentsbeschluß für das desaströse Rentenpaket. Und danach hatte eben diese Linksfraktion auch keine Scham mehr, dem 90 Milliarden Kredit der Mehrzahl der EU-Regierungen für die Ukraine zuzustimmen.

Kriegskredite bewilligen! War da nicht `mal was im letzten Jahrhundert? (Vgl. dazu auch aktuell hier).

Resümee

Was also ist ‚Linksertum‘? Antwort: Auf jeden Fall ganz schön lächerlich! Geschenkt, das ist nicht besonders präzise. Ich hatte mich dabei an meine Zeit als langjähriger Gewerkschafter und Betriebsrat für die IG-Metall erinnert. Wenn ein Kollege wie ein Maulheld in Erscheinung trat und nichts dahinter anbieten konnte, dann galt er als ein „Linkser“. Voila, da steckt jede Menge Weisheit dahinter! Linksertum und Linkspartei ist elitäre Schein-Opposition und einfach nicht brauchbar. 



Zur Serie von Landtags- bzw. Kommunalwahlen in 2026 bisher herausgegeben:

04.02.26: AfD-Wahlprogramm für Sachsen-Anhalt: Respektabler Entwurf!“

01.02.26: „Verabschiedet sich das BSW endgültig in die links-identitäre Blase?“

22.01.26: „Wer sich jetzt nicht für Frieden und soziale Gerechtigkeit bewegt, wird bewegt – und wie!“

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