Wird der terroristische Narzisst Trump endlich sein Ende finden und mit ihm die globale US-Hegemonie?

In meinem persönlichen Umfeld kenne ich niemanden, der dies nicht auch ohne Umschweife so als Hoffnung zum Ausdruck bringen möchte. Es stellt sich also die Frage, wann endlich und wie dieses Ziel endlich erreicht ist?

Der von uns sehr geschätzte Rainer Rupp beschreibt bei RTDE das aktuelle Geschehen im Nahen Osten und legt eine drastische Antwort dazu vor, wie sich der israelisch-amerikanische Angriffskrieg gegen den Iran wohl entwickeln wird. Er zitiert dabei v.a. den norwegischen Geoanalytiker Prof. Glenn Diesen, der nichts weniger erwartet als einen „letzten Versuch, den relativen Niedergang des US-Imperiums aufzuhalten“. 

Anders als ein paar Tage später Michael Hudson, der eine neue aggressive Attacke der USA gegen den Iran als in ihrer Wirkung „real und endgültig“ beschreibt (vgl. hier eine Übersetzung aus LinkeZeitung), interessiert sich Rainer Rupp dabei vor allem für die Rolle Chinas und Russlands in diesem Konflikt.

Wir bringen hier zwei längere Zitate aus dem Beitrag von Rainer Rupp, empfehlen aber die Lektüre von Rupps Aufsatz in Gänze, vgl. dazu unter Russland, China und der Selbstmord des US-Imperiums in Iran“:

Statt erfolgreich zu sein, ist dieser Versuch für die Trump-Regierung und Israel zu einem Rohrkrepierer geworden.

Denn in weniger als drei Wochen seit Kriegsausbruch ist der langsame US-Niedergang in den freien Fall übergegangen, für die ganze Welt erkennbar. Nirgends wird das deutlicher als in den Reaktionen Moskaus und Pekings. Was für Trump und Netanjahu ein strategischer Geniestreich werden sollte, hat sich für die beiden anderen Großmächte als Lehrstück über amerikanische Ausweglosigkeit, Panik, verzweifelte Lügen, sich selbst ständig widersprechende Ausreden und – am wichtigsten – die totale Zerstörung der eigenen Vertrauenswürdigkeit in der internationalen Diplomatie entpuppt.

Von vorsichtiger Hoffnung über Trumps Wiederwahl zur eiskalten Ernüchterung

Noch vor einem Jahr herrschte im Kreml vorsichtiger Optimismus. Trump hatte im Wahlkampf Diplomatie versprochen – und hielt zumindest anfangs Wort. Er nahm direkte Gespräche mit Moskau wieder auf, nach drei Jahren totaler Funkstille unter Biden. Er sprach offen davon, den Ukraine-Krieg „in 24 Stunden“ zu beenden.

Aus russischer Sicht war das ein klares Zeichen dafür, dass Washington ein vitales Interesse daran hatte, Russland von China wegzuziehen und auf seine Seite der globalen Machtbilanz zu holen, statt es weiter in die Arme Pekings zu treiben, so der Geostratege Prof. Diesen. Der Kreml hatte zwar Trumps einfach strukturierten Plan durchschaut, aber vor dem Hintergrund der fanatisierten Russenhasser in den europäischen Regierungsspitzen hatte Trumps Ouvertüre den Russen viele Möglichkeiten für kreative Diplomatie eröffnet, die die Europäer aus dem Gleichgewicht brachte.

Dennoch sei inzwischen Russlands Hoffnung auf einen bilateralen Deal mit den USA zerplatzt. Prof. Diesen formuliert es gnadenlos: Die Russen fragen sich inzwischen, „ob Trumps Diplomatie nur eine Falle war“. Der Iran-Krieg liefert den endgültigen Beweis. Zweimal hat Washington Diplomatie als Tarnung für Überraschungsangriffe missbraucht. Das erinnert fatal an die US-unterstützten, ukrainischen Angriffe auf russische Nuklearbomber und strategische Radaranlagen, sowie an den mutmaßlichen Attentatsversuch auf Präsident Putin in seiner Residenz in Waldai.

Inzwischen habe der Kreml die bittere Konsequenz gezogen und sei dabei, die gesamte Geschichte mit Trump neu zu schreiben. War er jemals ernsthaft an Entspannung interessiert? Oder hat er Moskau nur hingehalten, um Zeit zu gewinnen? Prof. Diesen sieht hier den entscheidenden Wendepunkt: Russland lernt, dass US-Diplomatie unter dem Banner der Wiederherstellung der Hegemonie nicht mehr vertrauenswürdig ist. Jede Verhandlung kann der Auftakt zum nächsten Schlag sein.

Pekings Schock: Die Zerstörung der Weltwirtschaft als Kollateralschaden

Die chinesische Führung beobachtet dasselbe Schauspiel – nur mit noch größerem Entsetzen. Prof. Diesen beschreibt die Stimmung in Peking als „geschockt“. Nicht nur wegen der völligen Missachtung internationalen Rechts und jeglicher Regeln der Kriegsführung. Sondern vor allem wegen der rücksichtslosen Zerstörung der globalen Wirtschaftsordnung. Der Angriff auf Süd-Pars, das größte Erdgasfeld der Welt, sei kein isolierter Militärschlag, sondern das „wörtliche Abfackeln“ der Weltwirtschaft. Alles werde buchstäblich verbrannt.

Trump hatte das geplante Treffen mit Xi Jinping im April bereits abgesagt. Sein ursprünglicher Plan war klar: Er wollte mit einem fertigen „Iran-Regime-Change-Erfolg“ in Peking auftauchen, diesen als Trophäe präsentieren und Xi mit seiner neuen US-Kontrolle über Iran und die Straße von Hormus unter Druck setzen. Stattdessen sitzt Washington nun in einem selbst verschuldeten Chaos in der Straße von Hormus fest. China erkennt darin dasselbe Muster wie Russland: Die USA versuchen verzweifelt, ihren relativen Niedergang aufzuhalten und ihre Position gegenüber den anderen Großmächten zu stärken – und zerstören mit ihrer „Nach uns die Sintflut“-Ideologie dabei genau das internationale System, das sie selbst jahrzehntelang dominiert haben.

Peking sieht nicht nur militärische Irrationalität, sondern ökonomischen Wahnsinn. Die Blockade der Straße von Hormus, die Explosion der Energiepreise weltweit, die Deindustrialisierung Europas – all das sind keine Kollateralschäden, sondern direkte Folgen einer in Panik geratenen Supermacht, die nur noch Chaos schafft.

Die gemeinsame Erkenntnis: US-Chaos bringt Russland und China noch enger zusammen.

Hier verschmelzen die Perspektiven Moskaus und Pekings zu ein und derselben Diagnose. Beide Mächte ziehen dieselbe Lehre: Das US-Imperium handelt nicht mehr aus Stärke, sondern aus Angst. Es ist unberechenbar geworden, lügt offen (man denke nur an die groteske Behauptung, die Iraner hätten ihre eigenen kleinen Mädchen mit Tomahawks beschossen), ignoriert Regeln und opfert die globale Wirtschaft auf dem Altar der eigenen Hegemonie bzw. Dummheit.

Genau das Gegenteil dessen, was Trump erreichen wollte, tritt ein: Statt Russland von China zu trennen, treibt er die beiden enger zusammen. Der Iran-Krieg wird zum Katalysator einer multipolaren Weltordnung, die Washington nicht mehr stoppen, sondern nur noch beschleunigen kann. Prof. Diesen sieht hier die eigentliche Tragik: Die USA haben die Lektion der Geschichte vergessen – wer seinen Niedergang mit Gewalt aufhalten will, beschleunigt ihn nur.

Europa als Kollateralschaden

Besonders bitter für Brüssel: Der Alte Kontinent zahlt den höchsten Preis. Nach jahrelanger Russophobie und selbstgefälliger „Befreiung“ von russischer Energie steht Europa nun doppelt isoliert da. Katar-LNG und Nahost-Öl sind abgeschnitten, die Energiepreise explodieren. Die Deindustrialisierung, die mit dem Ukraine-Krieg begann, erreicht ein neues, tödliches Niveau – vor allem in Deutschland.

Und genau hier entsteht der indirekte Gewinn für Russland. Selbst hartgesottene Russophobe wie der belgische Ministerpräsident, der finnische Präsident Stubb oder französische Initiativen fordern plötzlich eine Normalisierung mit Moskau. Europa kauft ohnehin schon russisches Öl – nur über Indien mit saftigen Aufschlägen. Die Heuchelei bricht zusammen. Der norwegische Professor formuliert es trocken: „Die Europäer können ohne russische Energie offenbar doch nicht leben.“ Der Iran-Krieg zwingt sie zurück an den Verhandlungstisch mit Moskau.

Fazit: Der Iran-Krieg als Totengräber des amerikanischen Jahrhunderts

Diesen liefert keine Spekulation, sondern eine kalte, faktenbasierte Analyse: Der Kreml und Peking sehen denselben Film – eine Supermacht, die aus relativer Schwäche heraus mit Lügen, Überraschungsangriffen und wirtschaftlicher Zerstörung agiert. Russland hat seine Lektion gelernt: Vertrauen ist naiv. China hat seine: Die USA zerstören die Weltordnung, um ihre Hegemonie zu retten.

Das Ergebnis ist unausweichlich. Der Krieg gegen Iran sollte den US-Niedergang stoppen, stattdessen beschleunigt er ihn in atemberaubendem Tempo: militärisch in einer asymmetrischen Falle, wirtschaftlich durch globale Schocks, geopolitisch durch den endgültigen Vertrauensverlust bei den beiden einzigen Mächten, die Washington noch fürchten muss.

Trump und seine Falken haben das Imperium nicht gerettet. Sie haben ihm den Todesstoß versetzt, und Russland wie auch China schauen zu – nicht mehr mit Hoffnung, sondern mit der Gewissheit, dass die multipolare Welt nicht mehr aufzuhalten ist. Das amerikanische Jahrhundert endet nicht mit einem Knall, sondern mit einer selbst verschuldeten Implosion in den Wüsten des Nahen Ostens.

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