Wollen die fetten US-Bisamratten wieder in die Schweinebucht?

Bereits Anfang diesen Jahres überzog US-Präsident Trump die Weltöffentlichkeit mit wahnsinnigen Drohungen gegen Kuba. Insbesondere sein Feldzug gegen Russland und China trieb ihn bekanntlich schon vorher zu wilden Attacken gegen Mexiko und danach vor allem gegen Venezuela. Dessen Staatschef Maduro wurde aufgrund von Verrat in den eigenen Reihen in Caracas festgesetzt und dann in ein Hochsicherheitsgefängnis in die USA verbracht.

Offenkundig ist dieser Trump sehr intensiv seinem dummdreisten und zugleich pathologischen Narzismus verfallen, denn es ging ja weiter. Im Januar äußerte er dann noch, die USA würden Kuba insgesamt wirtschaftlich und geografisch bis zur Kapitulation isolieren, wenn die dortige Staats- und Parteiführung sich nicht freiwillig den Wünschen des US-Regimes unterstellt.

Das Online-Magazin LinkeZeitung brachte im Februar, kurz nach Trumps wiederholten Ausfällen eine detaillierte und sehr sachkundige Einschätzung von Larry C. Johnson unter dem Titel Russland und China bauen ihre Zusammenarbeit aus, um den US-Bemühungen zur Einschüchterung Irans und Kubas entgegenzuwirken“. Johnson berichtet dort von einem Vertragswerk zwischen China, Russland und dem Iran, in dem Folgendes vereinbart wurde:

Russland und China leisten Kuba zudem bedeutende politische, wirtschaftliche, humanitäre, energetische und materielle Unterstützung, insbesondere angesichts der schweren Treibstoff-/Energiekrise der Insel, der Nahrungsmittelknappheit und der wirtschaftlichen Belastungen, die durch die langjährige US-Blockade und die jüngsten US-Maßnahmen unter Präsident Trump (z. B. Druck auf die venezolanischen/mexikanischen Öllieferungen und Drohungen mit Zöllen gegen Länder, die Kuba unterstützen) noch verschärft wurden.

Russland und China stimmen sich rhetorisch ab (beide verurteilen die „unmenschlichen“ Taktiken der USA und bekräftigen ihre Unterstützung in bilateralen Telefonaten und Erklärungen). Sie koordinieren auch die Art der Hilfe, die sie Kuba jeweils zukommen lassen: Russland konzentriert sich auf die direkte Lieferung von Öl und Treibstoff, während China Kuba mit Finanzhilfe, erneuerbaren Energien und Nahrungsmitteln unterstützt. Es gibt zwar keinen formellen trilateralen Mechanismus wie das mit dem Iran geschlossene Abkommen, doch beide Länder stellen ihre Unterstützung als Reaktion auf den Druck der USA in der westlichen Hemisphäre dar. Diese Unterstützung ist fortlaufend und reagiert auf Kubas akute Bedürfnisse (Treibstoffrationierung, Stromausfälle, Nahrungsmittelknappheit). Lieferungen und Projekte werden trotz der Drohungen der USA fortgesetzt, wobei beide Länder die Zusammenarbeit als humanitäre und souveräne Kooperation betonen.“

Die kubanische Staats- und Parteiführung sah sich in der Zwischenzeit längst gezwungen, auf die seit Jahrzehnten durch die USA betriebene und nunmehr weiter verschärfte Blockade zu antworten. In einer öffentlichen Stellungnahme an die Bevölkerung verkündete Präsident Diaz-Canel weitreichende Einschränkungen in Hinblick auf Energiekosten, Lebensmittelversorgung, Verkehr und Infrastruktur. Beim alternativen-Onlinemagazin Drushba-FM wird dies so beschrieben (vgl. unter telegram am 09.02.26). Dort heißt es:

Die neue US-Ölblockade unter Präsident Trump – durch Strafzölle gegen Länder, die Kuba mit Öl beliefern – hat die Insel in eine akute Energiekrise gestürzt. Seit Dezember kommen fast keine Importe mehr an, was zu langen Stromausfällen, leeren Tankstellen und wachsendem Leid in der Bevölkerung führt.

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel hat daraufhin einen Notfallplan aktiviert, der auf Fidels „Opción Cero“ aus der Sonderperiode der 1990er zurückgreift, aber an die heutige Lage angepasst ist. Der Ministerrat hat am 6./7. Februar 2026 folgende Maßnahmen beschlossen und umgesetzt: Viertagewoche (Montag bis Donnerstag) in staatlicher Verwaltung und vielen Betrieben, stark reduzierte Bus-, Bahn- und Fährverbindungen, kürzere Schultage sowie Umstellung auf Fern- oder Hybridunterricht (z. B. an der Uni Havanna fast kein Präsenzbetrieb für 30 Tage), Treibstoff-Rationierung mit Verkaufsstopp für Privatpersonen, temporäre Schließung einiger Hotels und touristischer Einrichtungen. Der verbleibende Treibstoff wird strikt priorisiert für Stromerzeugung, Gesundheitswesen, Wasserpumpen, Landwirtschaft, Tourismus (zur Devisenbeschaffung) und Verteidigung.

Parallel wird der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben, darunter Tausende neue Solar-PV-Anlagen für Haushalte (vorrangig für Ärzte, Lehrer, Kranke) und dezentrale Photovoltaikparks.“

Quelle: https://www.granma.cu/mundo/2026-01-30/cuba-la-irreverente-amenaza-30-01-2026-00-01-39

Es setzte dann der israelische und US-amerikanische Angriffskrieg gegen den Iran ein und kaum traten dort die ersten massiven politischen und militärischen Probleme auf, da wiederholte der oberste Krieger Trump seine Drohungen gegen Kuba. Und kaum waren diese ausgesprochen, setzten auch in Kuba selbst die ersten Krawalle nach dem Vorbild schrittweiser Inszenierung einer ‚bunten Revolution‘ ein. (vgl. aus telegram Bürgerinitiative f. Frieden  vom 14.03.)

In unserer webredaktion war die Betroffenheit groß. Ausgerechnet jetzt, während des Krieges der NATO gegen Russland in der Ukraine und während des Irankrieges legt es Herr Trump offenbar darauf an, einen veritablen Weltenbrand zu entfachen. Unser Verweis auf jene Hilfe für Kuba aus Russland und China, die im Iran dieser Tage ja bereits greifbar ist und die dort in Kuba, 150 km entfernt vom US-Festland, wohl auch eine Rolle spielen wird, läßt uns wenigstens die Hoffnung darauf, dass Trump und seine fetten Ratten sich wieder an Kuba mindestens verschlucken mögen – wie damals in der Schweinebucht!

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