Kriegsterror gegen den Iran und wie Trump seine Sinne nicht mehr auf die Reihe bringt
Der Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran hat unter den Menschen dort extrem viel Leid gebracht und die gesamte Region der Golfstaaten in ihrer Existenz extrem gefährdet. Seit dessen Beginn am 28.02. haben es diese beiden Aggressoren nicht an Terror jedweder Art mangeln lassen. Allerdings ist inzwischen deren eigene Propaganda von „schnellen, entscheidenden Schlägen“ faktisch pulverisiert. Inzwischern steht die Frage, wieviel die USA überhaupt noch bewerkstelligen können, damit Trump und seine Truppe nicht ganz und nicht so offenkundig geschlagen dastehen muß. Dazu zitieren wir im Folgenden zwei Analytiker, die uns mit einer Faktenlage bekannt machen, die unsere Hoffnung auf eine militärische und auch politische Niederlage von Israel und den USA nährt.
Beim online-Magazin Apolut.net hat Rainer Rupp, aus früheren Jahren auch bekannt als Kundschafter des Friedens für die DDR bei der NATO in Brüssel, unter dem Titel „Panik im Weissen Haus?“ in gewohnt besonnener und informierter Form einige Details der letzten Tage zusammengefaßt. Wir bringen aus seinem Beitrag vom 06.03. zwei längere Zitate, empfehlen aber die Lektüre des ganzen Beitrags. Rainer Rupp schreibt:
Die Regierung von Präsident Donald Trump soll Gerüchten zufolge in Panik geraten sein, denn angesichts ihrer entschlossenen und erfolgreichen militärischen Reaktion hat die neue iranische Führung einen dicken Strich durch Trumps feste Erwartung eines höchstens ein paar Tage dauernden Krieges und eines triumphalen US-Sieges gemacht. (…)
Die Sperrung der Straße von Hormus ist in praktischer Hinsicht vollständig umgesetzt. Berichten zufolge dürfen nur noch chinesische und russische Schiffe passieren. Nur einen Tag nach der aufgeplusterten Erklärung von Präsident Trump, dass US-Kriegsschiffe Öltanker-Konvois bei der Passage durch die Straße von Hormus schützen würden, wurde diese Anweisung vom Hauptquartier der US-Marine klugerweise widerrufen. Die Marineführung war sich der schweren Verluste bewusst, welche die Umsetzung dieser gefährlich unüberlegten präsidialen Idee für die USA mit sich gebracht hätte. Kritiker Trumps bezeichneten seinen Konvoi-Vorschlag als weiteres Zeichen dafür, dass er „den Verstand verloren“ habe.
Tatsächlich haben sich in letzter Zeit zunehmend Dinge ereignet, die nahelegen, dass Trumps kognitive Fähigkeiten zu versagen scheinen. Dies bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit zunimmt, dass Trump in einer kritischen Situation er eine katastrophale Fehlentscheidung trifft, mit verheerenden Folgen nicht nur für die USA, sondern für die ganze Welt. Dagegen hoffen „Optimisten“, dass die wirtschaftliche Katastrophe, die sich derzeit vor allem für die westlichen Volkswirtschaften abzeichnet, ausreichend Druck auf Washington ausübt, um Trump politisch zu neutralisieren.
Am Mittwochabend erreichte Washington eine Nachricht aus dem Iran, die die Panik im Weißen Haus über den weiteren Kriegsverlauf weiter angeheizt haben dürfte. Es wurde berichtet, dass die IRGC (Iranische Republikanische Garde Corps) die meisten US-Frühwarnradars in der ganzen Region zerstört habe. Ein mit der IRGC verbundener Telegram-Kanal vermerkte, dass die iranische Führung ein Kommuniqué veröffentlicht habe, in dem es hieß, Israel und die USA würden „blind“ sein. Die erste Reaktion im Westen war ungläubiges Staunen. Denn westlichen Medienberichten zufolge liegen die Iraner längst geschlagen und in den letzten Zügen am Boden. Folglich wurde diese Nachricht von westlichen Eliten als eine verrückte Durchhalteparole der auf dem letzten Loch pfeifenden iranischen Führung abgetan.
Doch dann schienen immer mehr Quellen – aus dem Iran und von außerhalb – die Informationen über die systematische Zerstörung der sündhaft teuren US-Radar- und Kommunikationssysteme auf den 27 US-Stützpunkten in der Region zu bestätigen, die bereits erfolgreich von iranischen Raketen angegriffen worden waren. Zudem häuften sich Berichte, wonach der Iran eine wachsende Zahl amerikanischer und israelischer Drohnen in zunehmend hohem Tempo abschießt. (…)

Das sind schon einige durchaus erfreuliche Details – auch in der aktuellen Gemengelage. Wer gewohnt ist, bei solchen Betrachtungen des Konflikts im Nahen und Mittleren Osten, den Raum der politischen Analyse zu erweitern, findet Treffendes bei Pepe Escobar.
Der hat nämlich kürzlich bei strategic-culture eine Aufsatz unter „China beobachtet den Raketenstrom“ veröffentlicht und verweist auf politische Hintergründe, die man kennen sollte, bevor man sich depressiv gestimmt von allem abwendet. Und wir versprechen, auch dieser Beitrag macht irgendwie zufrieden. Wir zitieren hier aus der deutschen Übersetzung bei LinkeZeitung und empfehlen auch hier die Lektüre in Gänze.
Was auch immer als Nächstes geschieht, der anhaltende Terrorismus in Westasien wird bestehen bleiben – wie im Fall des Epstein-Syndikats, das aus perverser Ohnmacht und schierer Wut einen Schwarzen Regen über die Zivilbevölkerung von Teheran entfesselte, weil die Iraner sich weigerten, einen Regimewechsel zu akzeptieren.
Darüber hinaus ist der Kern der Sache bis mindestens Mitte des Jahrhunderts klarer denn je. Entweder setzt sich das System des internationalen Chaos aufgrund der chinesischen Sonderstellung durch oder es wird durch eine vom Globalen Süden getragene Gleichstellung ersetzt, wobei China eine führende Rolle einnimmt.


