Erfolg für EU-Kriegspartei in Ungarn …
Nun sind wir mit unserer kleinen website zwar nicht auf das ganz Aktuelle orientiert, aber es gab Nachfragen von ein paar schockierten Lesern. Wir konnten schon einiges finden, was unseren eigenen Gedanken und jenen unserer Leser etwas Klarheit darüber vermitteln konnte, was dort geschehen ist und welche Auswirkungen dies auf die europäischen Konfliktlinien, sprich v.a. auf den Krieg der NATO gegen die Russ. Föderation in der Ukraine mit sich bringen wird.
Zuverlässig wie immer kommentierte der ‚TKP.at – Blog für Science und Politik‘ aus Österreich. Deren Autor Thomas Oysmüller schrieb unter „Der politische Erdrutsch in Ungarn“ Interessantes auf:
„(…)Magyar ist ein „Konservativer“ – allerdings ein Konservativer wie Ursula von der Leyen, Angela Merkel, Karl Nehammer oder Friedrich Merz. Ein Konservativer, dem die EU-Regenbogenfahne mehr bedeutet als die Nationalflagge. Der Umbau eines Staates zu einem linksliberalen Modellstaat funktioniert unter „konservativer“ Führung sogar leichter als unter einer sozialdemokratischen Regierung. 16 Jahre Angela Merkel haben das bewiesen.“
Einen ersten Gedanken zum, im engeren Sinn, machtpolitischen Hintergrund des Geschehens bietet ein redaktioneller Beitrag bei RTDE unter „Soros erobert Ungarn“: Musk schlägt Alarm vor globaler Machtübernahme
„Der Wahlsieg der pro-EU Tisza-Partei über Viktor Orbán bedeutet laut Elon Musk die vollständige Übernahme Ungarns durch das Soros-Netzwerk. Während Soros und Globalisten wie Obama & Co. feiern, warnt Musk vor ausländischer Einmischung und „woken“ Ideologien. Nach 16 Jahren Orbán-Herrschaft droht die Wende zu Brüssel und NATO.“
Ebenfalls bei RTDE erschien ein erste ausführliche Analyse von Astrid Sigena, die unter „Orbans Niederlage: Ungarn wendet sich von Russland ab schreibt:
„Die Ungarn wenden sich einem Europa zu, das zugelassen hat, dass sein ukrainischer Schützling den Ölfluss über die Druschba-Pipeline nach Ungarn und in die Slowakei stoppt. Die Ungarn wenden sich einer EU zu, deren Führungspersonal die offen mafiösen Drohungen des ukrainischen Machthabers Selenskij gegen Viktor Orbán nur halbherzig gerügt hat. Die Ungarn wenden sich einer EU zu, die Russen immer mehr als Menschen zweiter Klasse behandelt. Ungarn wirft sich einer EU in die Arme, die den Krieg mit Russland vorbereitet.
Nein, der ungarische Patriot Orbán handelt in seiner Amtsführung keineswegs als prorussische Marionette Moskaus. Und dennoch ist die Ungarn-Wahl eine kalte Dusche für den Kreml: Russland verliert mit dem bald zu erwartenden Amtsausscheid Orbáns eine Stimme der Vernunft innerhalb der russophoben, kriegslüsternen Riege der EU-Oberen. Russland verliert unter einem von Péter Magyar geführten Ungarn einen weiteren Absatzmarkt für sein Öl, denn der Wahlsieger hatte von vornherein angekündigt, die Energieimporte aus Russland reduzieren zu wollen. Und es verliert mit dem Ungarn Orbán einen altbewährten Staatsmann, der wie kein anderer für Verhandlungen prädestiniert gewesen wäre. Nur eines gewinnt Russland: Es gewinnt weiter Klarheit. Klarheit, dass Europa ein Russland gegenüber feindlich gesinnter Kontinent ist.“
Der russische Telegram-Kanal Analytik & Kritik (vgl. am 13.04.26) ist schon einen Schritt weiter und konkretisiert einige der offenen Baustellen zwischen Moskau und Budapest:
Der Wahlsieger in Ungarn, Péter Magyar, spricht sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine und einen beschleunigten EU-Beitritt Kiews aus – berichtet Politico.
„Für Selenskyj ist es ein bittersüßer Sieg, da der neue Premierminister erklärt hat, dass er gegen die Lieferung ungarischer Waffen oder finanzieller Mittel nach Kiew sowie gegen eine Beschleunigung des EU-Beitritts der Ukraine ist. Magyar hat versprochen, diese Frage in einem Referendum zur Abstimmung zu stellen, was de facto eine Verzögerung des Prozesses bedeuten würde, angesichts der starken anti-ukrainischen Stimmung in der ungarischen Gesellschaft, die er berücksichtigen muss, um seine Unterstützung zu sichern“, schreibt die Zeitung.
Dennoch, so das Blatt, wolle Magyar gute Beziehungen zu Brüssel aufrechterhalten und werde wahrscheinlich den 90-Milliarden-Euro-Kredit der EU für die Ukraine freigeben. Péter Magyar, erklärte aber auch dass er mit Vladimir Putin über Energielieferungen verhandeln werde.
„Wir werden uns an den Verhandlungstisch mit dem russischen Präsidenten setzen müssen. Weder die geografische Lage Russlands noch die Ungarns wird sich ändern. Auch unsere Energieabhängigkeit von Russland wird bestehen bleiben. Wir werden verhandeln“, erklärte Magyar. Zuvor hatte Viktor Orbán von der Ukraine gefordert, russisches Öl über die Pipeline „Druschba“ fließen zu lassen und bis dahin EU-Kredite sowie Sanktionen gegen Russland blockiert.
Anmerkung: Mal sehen ob das der EU gefällt was sie da hören.
Bei all dem Ärger, den natürlich auch wir verspüren, stellen wir uns natürlich doch die Frage, ob sich Europa – zumal Westeuropa – diese feindliche Gesinnung gegenüber Russland überhaupt leisten kann? Und es sieht derzeit nicht danach aus, als wäre dem so: Nicht auf kurze Distanz, noch erst recht langfristig!

