Der despotische Imperialismus des US-amerikanischen Kapitalismus

Wenn in den USA von Freiheit geredet wird, dann ist die Rede von der Freiheit der US-amerikanischen Konzerne sowohl für die, die nur im Inland agieren als auch für die, die international aufgestellt sind. Die US-amerikanische Wirtschaftselite bestimmt, wer zum Präsidenten gewählt wird. Nur diejenigen, die selbst über sehr viel Geld verfügen oder von reichen Sponsoren unterstützt werden, können sich einen Wahlkampf leisten. So wurde Hillary Clinton von der Wallstreet gesponsert und Donald Trump verfügte über ausreichend eigene Geldmittel (natürlich hatte er auch Sponsoren). Die Sponsoren (Us-amerikanische Wirtschaftseliten) werden nur diejenigen unterstützen, die Politik in ihrem Sinne machen. Ein überzeugter Sozialist oder eine überzeugte Sozialistin, die selbst nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, haben nur sehr geringe Chancen, Sponsoren zu finden. Für den US-amerikanischen Mainstream sind Kommunisten und Sozialisten Gegner der Freiheit, ungeachtet der Tatsache, dass nur das Kapital die viel gepriesene Freiheit genießt. Die unteren Gesellschaftsklassen sind nicht wirklich frei und abhängig vom Wohlwollen der Reichen. Der Kapitalismus wurde mit Blut und Feuer in die Geschichte eingeschrieben (Karl Marx) und dies zeigt lehrbuchhaft die Geschichte der USA.

Der Sozialist Salvador Allende wurde am 4. September 1970 in Chile zum Präsidenten gewählt und am 11. September 1973 mit Unterstützung der CIA durch einen Militärputsch unter Führung von General Augusto Pinochet gestürzt. Die Militärdiktatur von General Pinochet wurde von den USA unterstützt, weil sie für die wirtschaftlichen Interessen der USA offen war und US-amerikanische Konzerne ins Land ließ. Die Bevölkerung verarmte, aber die wohlhabende Oberschicht kassierte ab. Dass unter General Pinochet gefoltert, Menschen verschwanden und umgebracht wurden, interessierte die USA nicht. Die Militärdiktatur zählte zu den engsten Partnern der USA und wurde als Bollwerk gegen den Kommunismus sehr geschätzt.
Kuba war den USA immer schon ein Dorn im Auge. Die erfolgreiche kubanische Revolution, die mit dem Sturz des Diktators Fulgencio Batista endete und Fidel Castro zur Macht brachte, war für die USA inakzeptabel. Unter dem Diktator Batista kontrollierten US-Konzerne weite Teile der Wirtschaft. Mit dem Sturz des Diktators verloren die US-Konzerne ihre wirtschaftliche Kontrolle über Kuba. Im April 1961 organisierte die USA mithilfe kubanischer Exilanten einen Angriff auf Kuba (Schweinebucht-Invasion), der kläglich scheiterte. Fidel Castro und seine Kämpfer fügten den USA einen schweren Imageschaden zu. Die starken USA scheiterten an dem Versuch, die sozialistische Regierung Kubas zu stürzen.
Der sozialdemokratische Präsident Carlos Andrés Pérez setzte in Venezuela eine neoliberale Reform durch (Privatisierung), die zu einer massiven Verarmung weiter Teile der Bevölkerung führte. Oberst Hugo Chávez führte im Februar 1992 einen Militärputsch gegen Präsident Carlos Andrés Pérez durch, um das neoliberale Vorhaben zu beenden. Der Putsch scheiterte und Hugo Chávez wurde verhaftet. Nach zwei Jahren wurde er begnadigt und aus der Haft entlassen. 1998 wurde er zum Präsidenten gewählt und dies war der Beginn der „bolivarischen“ Revolution. Simón Bolívar wurde 1783 geboren. Er ging in die Geschichte als Freiheitskämpfer ein und befreite große Teile des südamerikanischen Kontinents von der spanischen Kolonialherrschaft. Auch für Venezuela war er ein Nationalheld. Hugo Chávez verkündete den Sozialismus des 21. Jahrhunderts, verstaatlichte die Ölindustrie und weitere wichtige Wirtschaftsbereiche wie Strom, Telekommunikation, Landwirtschaft und Banken. Hugo Chávez zählte natürlich nicht zu den Freunden der USA. Bedeutung gewannen die Sozialprogramme von Hugo Chávez: Alphabetisierung, Gesundheitsvorsorge in den Armenvierteln, subventionierte Lebensmittel und Wohnungsbau. Hugo Chávez starb am 5. März 2013 an Krebs. Riesige Menschenmengen versammelten sich in Caracas, um von Hugo Chávez Abschied zu nehmen. Mehr als zwei Millionen Menschen verabschiedeten sich von ihm an seinem Sarg. Von Barack Obama gab es kein persönliches Beileidsschreiben. Dies war allerdings auch nicht anders zu erwarten.
Die Nachfolge von Chávez trat Nicolás Maduro an. Er hatte es nicht leicht, zumal ihm das Charisma fehlte, das Chávez umgab. Donald Trump wollte schon 2018 Nicolás Maduro militärisch stürzen. Er stieß auf keine Zustimmung und so ordnete er ein Ölembargo und Wirtschaftssanktionen an. Maduro wurde am 20. Mai 2018 zum Präsidenten gewählt und 2019 unterstützte Trump den Oppositionsführer Juan Guaidó, der auch Unterstützung von der EU und insbesondere von Deutschland bekam. Guaidó wurde als Interimspräsident (Übergangspräsident) anerkannt und Maduro sollte Neuwahlen durchführen lassen. Diese Forderung war Unsinn. Maduro hatte eindeutig die Mehrheit und ein Wahlbetrug konnte nicht nachgewiesen werden. Maduro ging nicht auf die Forderung von Neuwahlen ein und Guaidó konnte weder die Bevölkerungsmehrheit hinter sich bringen noch gelang den USA ein Regime-Change. Es kam nicht zu den erhofften Massenprotesten und die ganze Sache verlief im Sande.
Jetzt setzte Donald Trump das um, was er schon 2018 vorhatte. Am 3. Januar 2026 führten die USA eine militärische Operation durch und nahmen Nicolás Maduro und seine Frau fest. Maduro wurde in Handschellen auf ein Kriegsschiff gebracht und mit einem Flugzeug nach New York geflogen. Es war eine Entführung, in der 80 Sicherheitskräfte und Zivilisten getötet wurden. Der Vorwurf, den die USA Maduro machen, ist lächerlich. Sie werfen ihm vor, Drogenschmuggel in die USA ermöglicht zu haben. Selbst wenn dies der Fall wäre, könnte er aus völkerrechtlicher Sicht nicht einfach entführt und in ein New Yorker Gefängnis gebracht werden.

Nicht einmal die ARD zweifelt die wahren Gründe an, die der Entführung Maduros zugrunde liegen. Es geht um das venezolanische Erdöl. Das staatliche Erdölunternehmen (PDVSA) soll privatisiert und von US-amerikanischen Ölkonzernen (Chevron …) übernommen werden. Donald Trump selbst gibt dies offen zu. Kurzum: Man entführt den Präsidenten eines souveränen Staats, steckt ihn ins Gefängnis und baut selbst die Rohstoffe des Landes ab! Dies ist eindeutig ein mafiöses Vorgehen! Allerdings meint Bundeskanzler Merz und sein Außenminister Wadephul, dass dies alles sehr komplex sei! Eindeutigkeit wird also zur Komplexität. Wir dürfen gespannt sein, wie es mit dem US-amerikanischen Imperialismus weitergeht. Wladimir Putin muss nichts unternehmen und kann zusehen. Die USA erledigen sich selbst!

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