Trump will den Iran verwüsten und erhöht eigenen Einsatz gewaltig

Vor wenigen Wochen, angesichts der hochschwappenden, kreuzgefährlichen Trump’schen Aggressionen hatten wir einen Beitrag mit der rhetorischen Frage eröffnet: „Wer stoppt Mister Trump?“ (Vgl. hier).

Mit unserem Beitragsbild seinerzeit verwiesen wir – sozusagen eher ironisch – auf die Schar europäischer Vasallen, die Herr Trump neuerdings regelmäßig um sich sammelt, um sich immer wieder ihrer Unterwürfigkeit zu versichern. Schon in jenen Tagen nach dem Überfall auf Venezuela und den Annexionsbemühungen um Grönland stand ja fest, gerade die werden Herrn Trump nicht stoppen können und auch nicht wollen.

Und schon zu diesem Zeitpunkt wußten wir, wer oder was Herrn Trumps Fußfessel eigentlich darstellt und welche Kräfte sich dahinter verbergen (siehe Bild links). Unser ganz spezielles Narrativ zu den Versuchen von Trump,  sich den Globus untertan zu machen, wird mit jeder neuen Aggression von Trump ergänzt. Wieder versammelte er gewaltige Kriegsmaschinerie im Schulterschluß mit den Genozid-Spezialisten aus Israel für eine Offensive gegen den Iran.

In einem Beitrag bei Berlin24/7 klärt uns Pepe Escobar als Geoanalyst noch einmal über die globalen Kräfteverhältnisse auf und bringt in einem Gespräch mit Danny Haiphong zum Ausdruck, worin jene Fußfessel also besteht.

Wir bringen hier drei längere Zitate aus dem Beitrag bei Berlin24/7 und verweisen alle Interessierten auf den gesamten Beitrag dort. Unter der Überschrift „Irans Raketenbombe verblüfft Trump, Russland und die BRICS-Staaten schreiten ein“ heißt es dort also:

 

Irans Raketen-Überraschung: Warum Trump und Israel zögern

Der Nahostkonflikt eskaliert, doch ein direkter Angriff der USA und Israels auf Iran bleibt aus – trotz anhaltender Drohungen. Pepe Escobar, renommierter Geopolitik-Analytiker, erklärt in seinem jüngsten Beitrag und im Gespräch mit Danny Haiphong die Gründe dafür.

Zentral steht Irans militärische Überlegenheit, die durch hypersonische Raketen und eine robuste Verteidigungsstrategie untermauert wird. „Iran ist nicht unantastbar, aber praktisch immun gegen alles, was Israel außer Atomwaffen werfen könnte“, betont Escobar. Dies wurde während des „12-Tage-Kriegs“ deutlich, als iranische Raketenangriffe Tel Aviv zum Betteln um einen Waffenstillstand zwangen.

Die Verzögerung eines US-Schlags gegen Iran hat zwei Hauptursachen. Erstens fehlen den USA die notwendigen Assets für einen „Blitzschlag“ im Stil von Shock and Awe, der das Regime enthaupten könnte – inklusive des Obersten Führers Ajatollah Khamenei, IRGC-Führer und Parlamentarier. Trump hat Szenarien auf dem Tisch, die alle scheitern, weil Iran bunkergeschützte Strukturen und ein hochgradiges Alarmsystem aufgebaut hat. (…)

Wirtschaftliche Kriegführung und Regimewechsel-Versuche

Irans wirtschaftliche Schwäche ist ein weiterer Hebel des Westens. Eine spekulative Attacke auf den Rial vor Monaten löste Proteste aus, die von Infiltratoren ausgenutzt wurden – eine hochkomplexe Operation mit Zellen aus Aserbaidschan, Irakisch-Kurdistan, Sistan-Balutschistan und Pakistan.

Escobar vergleicht es mit Hongkongs Unruhen 2019, nur fragmentierter und raffinierter. Iran diffundierte die Krise in einer Woche: Internet-Shutdown, Starlink-Deaktivierung und Identifizierung von ISIS-ähnlichen Zellen. Dennoch starben Hunderte, und die Sanktionen seit über 40 Jahren zerstören die Infrastruktur – Häfen, Flughäfen und Städte verfallen.

Die Regierung reagierte klug: Sie konsultierte die Basar-Händler (Bazaris) zu Lebenshaltungskosten, im Gegensatz zu westlichen Medien, die fälschlich von einem „Abkehr der Bazaris“ sprachen. Tatsächlich stammen die Probleme aus Sanktionen, nicht nur Missmanagement.

Escobar kritisiert China: Warum half Beijing nicht gegen die Währungsmanipulation? Die BRICS-Bank NDB könnte Kredite gewähren, doch ihre Statuten in US-Dollar machen Sanktionen unvermeidbar. „Wir brauchen eine neue Bank für den Globalen Süden, nicht in Dollar“, fordert Escobar. (…)

Das Empire of Chaos mutiert: Plunder und Permanente Schläge

Escobar beschreibt die USA unter Trump als „Empire of Plunder and Permanent Strikes“. Dies manifestiert sich in Lateinamerika (Venezuela), Europa und Eurasien.

In Venezuela scheiterte die Entführung Maduros; ein Regimewechsel für Ölvorräte ist unrealistisch – Guerillakriege und unrentable Investitionen (183 Milliarden Dollar für 3 Millionen Barrel/Tag) verhindern es.

Iran ist schwieriger: Ein Angriff soll die BRICS sprengen, den North-South-Korridor (Russland–Iran–Indien) zerstören und Chinas Seidenstraßen unterbrechen. „Iran ist der Kreuzweg, um die USA aus Eurasien zu vertreiben“, warnt Escobar.

Russland und China unterstützen Iran subtil: militärische Kooperation (IL-76-Flüge mit Ausrüstung), Grid-Wiederaufbau nach Cyberangriffen und Technologie gegen Starlink. „Russland und China können Iran nicht fallen lassen – es wäre das Ende der Eurasien-Integration“, sagt Escobar. Dennoch bleiben Details geheim, da es um nationale Sicherheit geht.

Greenland: Trumps „Plan C“ und die Demütigung Europas

Der absurdeste Akt: Trumps Greenland-Annexionspläne. Er rahmt es als Schutz vor „russischer und chinesischer Bedrohung“, doch Escobar entlarvt es als Plünderung. Greenland bietet Kollateral für US-Schulden – unerschlossene Energie- und Seltenerd-Reserven. „Imperialer Lebensraum“, nennt es Escobar.

Russland und China fokussieren auf die Arktische Seidenstraße (Northern Sea Route), nicht Expansion. Trump nutzt Europas Schwäche: Deindustrialisierung, teures US-Gas und Waffenverkäufe nach Ukraine. NATO-Staaten schickten lächerliche Truppen (weniger als 30), doch sie haben keine Waffen gegen Amerika.

Trumps Brief an Norwegen – Rache für den verweigerten Nobelpreis – demütigt Europa: „Ihr seid nicht wert, was ich esse.“ Europa fehlt Souveränität; es ist ein „matschiges Ding“ für Trump.

Die Oreshnik-Rakete in Lwiw war eine NATO-Warnung: „Wir können überall zuschlagen.“ Stille folgte – Angst vor Eskalation. (…)

Weitere vielfältige Info gerade aus dem internationalen Spektrum hält zuverlässig und regelmäßig die LinkeZeitung als einem führenden online-Medium hierzulande vor. Wir verweisen dabei auf Krieg gegen den Iran: Der Zündfunke einer globalen Krise“, (vgl. hier).

Zu empfehlen ist auch die kluge Stellungnahme von Rainer Rupp bei RTDE, der unter dem Titel  „Trump, Iran und die Illusion des „schnellen Sieges“‚ einiges davon anspricht, was Trump bisher zögern liess.

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