Schlaglichter auf eine bereits gescheiterte Energiewende
Mehr als fünfeinhalb Billionen Euro (!) an Aufwendungen soll die Abschaffung fossiler Energie zugunsten erweiterter Stromwirtschaft kosten – ein unvorstellbar hoher Betrag, mit dem man noch nicht einmal ordentlich planen und kalkulieren kann – bei dieser Summe mit zwölf Nullen! (Vgl. hier).
Scholz und Habeck wollten das seinerzeit und Merz und Klingbeil wollen das heute noch – irgendwie. Gemessen aber an den bereits jetzt schon sichtbaren Effekten nahezu entleerter Erdgasspeicher wirkt die weitere Energiewende schon jetzt wie ein geplantes Inferno, nach einer offenkundig mutwilligen Zerstörung der Volkswirtschaft, nachdem Nuklearanlagen, Kohle- und Gaskraftwerke ja schon stillgelegt sind. Zur aktuellen Illustration der weiteren Energiewende bieten wir hier drei Schlaglichter auf Momente fortgesetzten Scheiterns.
Das Heizungsgesetz („Gebäudeenergiegesetz“-GEG)
Schon unmittelbar nach den Bundestagswahlen vom Februar letzten Jahres rumorte es hinter den Kulissen der neu zusammengestellten Koalition. Merz und Söder hatten ihren Anteil an der Kritik des schnell vor dem Abgang von Habeck beschlossenen Heizungsgesetzes im Sinne von Abschwächung des Gesetzes in puncto CO2 Verbannung. Dann aber hatten sie entgegen ihrer ursprünglichen Erwartung, in 2025 noch eine Vorlage im Bundestag zur Abstimmung stellen zu wollen, bis heute keine Einigung mit dem Koalitionspartner erzielt und also auch noch kein Novellierungsverfahren beschlossen.
Klingbeils Sozialdemokraten waren herzhaft bereit, die alte asoziale Gesetzesjauche aus Habecks Zeiten neu aufzulegen, sahen darin auch v.a. eine propagandistische Hilfe für die Absicherung der Handwerks, von Kleinunternehmen und mittelständischer Industrie unter dem alles qua PR-Politik überragenden Stichwort „Wärmepumpen“.
Andererseits muß die herrschende Elite aber irgendwie so tun und praktisch wenigstens symbolhaft umzusetzen beginnen, wie der gesamtgesellschaftliche Einstieg in den Ausstieg aus fossiler Energiegewinnung irgendwie gelingen könnte. Denn diese Elite will Krieg führen in der Ukraine und braucht dafür viel Geld. Also sollen mit einem novellierten Heizungsgesetz dann v.a. private Haushalte ihren Tribut ableisten. D.h. Mieter und Eigentümer von Wohnraum sollen gefälligst die teuren Wärmepumpen für minimal etwa 12.000 € einbauen und in Betrieb bringen lassen.
Ein neues Heizungsgesetz aber muß noch mehr erzwingen als ein paar Millionen Wärmepumpen. Denn dann müßte dieses auch Antworten geben über den Bedarf an zusätzlichem Strom, zu dessen Verhältnis zur gewünschten Zunahme von E-Mobilität, zur Kompensation von Kälteflauten bei Solar- und Windenergie, zu signifikanten Elektrizitätsausfällen und deren Behebung etc. Keine von diesen Fragen ist bis heute geklärt. Was getan wird, ist lediglich Symbol und stellt sich als circulus vitiosus dar. Und noch schlimmer: Die Herrschaften kennen den Weg zurück nicht mehr! Welche Bestandteile aus unserer zivilisatorischen Errungenschaft zentraler Gasversorgung für die Energiegewinnung ist bereits irreversibel zerschlagen und kann möglicherweise schon jetzt nicht mehr so ohne weiteres wiederhergestellt werden?
Man stelle sich vor, die Spezialisten der per Gesetz befohlenen ‚Energiewende‘ sollten mit den global verfügbaren Daten von Klimaentwicklung und Einfluß der Spurengase, z.B. CO2, überhaupt erst einmal den Beweis dafür antreten, dass es so etwas wie ‚Menschen gemachte Klimaerwärmung per industrieller CO2-Emission‘ überhaupt gibt. Und wenn sie diesen Beweis nicht erbringen können, wonach es aussieht, wo ist dann die gesetzeskonforme Begründung dafür, dass ich mir eine Wärmepumpe anschaffen soll?
Die energetische Vorratshaltung unter den Bedingungen russophober Sanktionspolitik und Kriegswirtschaft
Die Erdgasspeicher sind derzeit nur zu unter 25% gefüllt. Wenn man bedenkt, dass ein Füllstand von nur 7% pro Speicher nicht mehr ausreicht, um mit Druck aufs Netz weiterbefördert zu werden, hat sich die Erdgasmangellage ja schon längst eingestellt! Haben Merz/Kingbeil ihre längeren Auslandsaufenthalte im Sinne eigener Verdünnisierung bereits gebucht? Oder werden sie behaupten, durch wen auch immer betrogen worden zu sein?
Und als Alternative wird uns ja immer verflüssigtes Erdgas, also LGB, aus den USA versprochen – deutlich teurer als das Erdgas aus Norwegen und Katar und letzteres war schon doppelt so teuer wie jenes aus Russland. Wer bezahlt die erhöhten Preise?
Und: Wer garantiert uns, dass die LGB-Lieferungen aus giftigem US-Fracking hier bei uns auch sicher anlanden können? Reichen die vorhandenen Schifffahrts- und Hafenkapazitäten? Und was ist, wenn wie dieser Tage der LGB-Hafen in Mukrahn auf Rügen wegen Vereisung tagelang nicht angelaufen werden konnte?
Als große Energiealternative speziell für derzeit noch per Verbrennungsmotor betriebene Fahrzeuge wurde ja seit den 2000er Jahren mit großer Zuversicht die Wasserstofferzeugung und Speicherung gefeiert – wissenschaftlich begründet, versteht sich. Problem nur: Es wurden sehr viele Forschungsmillionen ausgegeben, aber ein bezahlbares Produkt in Gestalt von ‚Wasserstoffsprit‘ konnte nicht in einem einigermaßen bezahlbaren Umfang erzeugt und via Tankstellennetz vertrieben werden. (Vgl. hier).
War nicht die Erzeugung und -nutzung von Wasserstoff als Energieträger eines der Lieblingsoptionen von Herrn Habeck in Zusammenarbeit mit den Spezialdemokraten? Der Mann ist also mitverantwortlich für eine bereits vernichtete Menge an Steuergeldern, die durch Projektstopps in Sachen Wasserstoff nunmehr von gut 60 europäischen Forschungsunternehmen enorm vergößert wird. Wie man sieht: Enorm dynamisch das Ganze! (Vgl. hier).
Die persönlichen Niedergänge der Apologeten von ‚Menschen gemachter Klimawandel‘ am Beispiel von Mojib Latif (Kiel)
Wenn die Politik am Ende ist, bleiben ja noch ihre Ratgeber übrig, die von den Steurzahlern eventuell belangt werden können. In der Regel wurden die vorzeiten auch mit gut dotierten Hochschuljobs belohnt. So einer war und ist noch der feine Herr Prof. Mojib Latif (Kiel). Wann immer in offentlich-rechtlichen Medien (ÖRR) „Temperaturwandel und CO2 ist an allem schuld“ dargestellt werden soll, stand Herr Latif vor Kamera und Mikrofon.

Er steht für eine Generation von rot-grünen Glaubens-Prognostikern, die v.a. in der globalen Industrialisierung den Grund für den Untergang der Menschheit sehen und die als Gläubige in Sachen ‚Klimaschutz‘, ohne jemals zu erklären wie das gehen soll, schon vor zwanzig Jahren verkündete, es werde hier „nie wieder Schnee geben“! Denn der Klimawandel mache dem klassischen Winter den Garaus.
Neulich hat die Berliner Zeitung in einem kleinen Artikel auf Latifs plötzliches Abtauchen hingewiesen. Kann es sein, daß der strenge Winter und dessen gelegentlich ergiebiger Schneefall Grund für dieses Abtauchen war? (Vgl. hier).
Resüme: Energiechaos abstrafen!
In diesem Jahr 2026 ergeben sich für uns als Wahlbürger immerhin mehrere Chancen, die Verantwortlichen für das Energiechaos abzustrafen. (Vgl. hier). U.a. die fünf Landtagswahlen aber auch die Kommunalwahlen (… übrigens am 13.09. auch in Niedersachsen) bieten dazu Gelegenheit.


