„Will uns Donald Trump wirklich unser aller Grönland wegnehmen?“

Wenn ein Autor derzeit das Talent und die nötige Sprachgewalt hat, den Stichwortgebern herrschender Kriegspolitik ordentlich ‚eins `reinzugeben‘, dann ist es Roberto De Lapuente. Und letzterer zieht auch immer mehr und ebenso begnadete Spötter an, die in ihren Kommentaren dann so manches gelungene Add-on beisteuern.

Das overton-Magazin hat sich mit Roberto De Lapuente in den letzten Monaten von einem eher bloß auf ‚Good-will‘ aufgelegten netten, BSW nahen Medium zu einem Quell gut gemachter und im guten Sinne radikaler Kritik der herrschenden Verhältnisse gemausert. Die Beiträge dort sind gelegentlich sogar geeignet, einem die gepflegte demobilisierende schlechte Laune zu versauen, weil sie die Schilderung der Angebereien der Herrschenden um genau jene Nuance erweitern, die es braucht, um an deren zukünftigen Bestand qualifiziert zweifeln zu können. 

Gemeint ist hier der Beitrag „Grüße in die Provinz“  zum Thema der Grönland-Ambitionen der USA und warum die Kriegspolitiker in Deutschland durch die Bedrohung jetzt auch aus dem Westen nervös werden. Den empfehle ich speziell jenen, die gerade an der aktuellen Lage, meinetwegen auch Weltlage, vezweifeln.

Aber ebenso hat mir der Kommentar des Lesers „Naomi“ dazu gefallen, den wir hier in Gänze wiedergeben, allerdings nicht ohne mit „Chapeau!“ zu grüßen! ‚Naomi‘ schreibt also, zu Beginn De Lapuente zitierend:

Europa ist eine Randzone – man bedient sich ihrer, wenn man es kann. Russland kann es nicht. Die USA schon. Und sie zeigen es. Die Europäer hatten eine große Möglichkeit, zu einem Machtblock zu werden…“

Richtig, genau so ist es. Ist das schlimm? Ist das gut oder schlecht? Lebt es sich am Rande der Weltgeschichte nicht viel ruhiger und gemütlicher? Was soll die moralische Empörung über die Machtlosigkeit Europas? Wollt ihr Großmacht werden – was vollkommen lächerlich ist – und dies mit gewaltiger Aufrüstung betreiben? Wollt ihr Eure Enkel schon wieder mal auf den Schlachtfeldern Russland verbluten lassen? Das ging doch schon zweimal schief. Deutschland selbst ist doch selbst für die Aufrüstung zu doof und das ist gut so. Nicht mal die Jugend der AfD möchte für dieses beschissene Land bluten.

Überhaupt, die AfD. Der Chrupalla befindet sich gerade in „geheimer Mission“ in China. Er will dort zeigen, daß es noch anständige, pragmatische Deutsche gibt, die mit China Handel betreiben wollen. Pragmatismus ist eine typische Eigenschaft von uns Ossis. Dieser Pragmatismus wird jetzt gebraucht, um den Abstieg sozialverträglich und ein wenig demütig zu gestalten. Wenn Chrupalla zurück ist wird man über ihn herfallen, vor allen die NATO-Weidel. Da zeichnen sich nette Spaltungen ab.

Die Linke hat vor lauter Antifa-Singsang mal wieder die Entwicklung verschlafen und hat es noch nicht mal gemerkt, wie der große Rest der deutschen Volksgenossen. Das wird die Linke – Vorsicht Ironie – ungeheuer attraktiv machen.

Ich fasse zum hundertsten Mal zusammen: die alte Weltordnung liegt im Sterben. Die neue liegt in den Geburtswehen. Das ist die Zeit der Monster….frei nach den Marxisten Antonio Gramsci. Hat er vor 100 Jahren mal so ähnlich geschrieben und die Restlinke hat es vergessen. Die neue, multipolare Weltordnung wird aus den Mächtedreieck USA – China – Russland bestehen. Verneigt Euch also tief vor seiner Majestät Xi Jingping. Er wird mehr Macht, mehr Wirtschaftskraft und auch Militärmacht leiten, als das gesamte vergammelte Europa zusammen.

Interessanterweise empfiehlt der konservative Ökonom Hans-Peter Sinn die Rohstofflieferungen mir Russland wieder aufzunehmen und sich mit China gut zu stellen. Auch wenn der Sinn mit Solzialpolitik nichts im Sinn hat, wo er recht hat, hat er recht.

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