Windparks reduzieren Vegetation, erhöhen Temperatur und senken Luftfeuchtigkeit
Wer etwa auf der A14 unterwegs ist, dem werden die diversen Windparks in Sachsen-Anhalt links und rechts der Autobahn längst aufgefallen sein. ‚Windkraft‘ allerdings gerät in letzter Zeit immer deutlicher in die Kritik, und zwar nicht nur wegen der häufigen Kälteflauten, die so manch eine vermeintlich kluge Energiebilanz infrage stellt und erst recht die landauf-landab erwarteten Gewinnmargen. Mehr und mehr kritische Naturwissenschaftler begeben sich in oft sehr kleinteilige Feldversuche, messen nach, was das Zeug hält und gelangen zu ganz anderen Schlußfolgerungen als z.B. jene Gläubigen aus den Reihen des ‚Klimaschutzes‘.
Das österreichische online-Magazin „TKP.at – Der Blog für Science & Politik“ brachte unlängst einen Bericht aus China, nach dem diese monströsen ‚Spargelfelder‘ äußerst fragwürdige Wirkungen zeitigen. Wir geben diesen Bericht hier auszugsweise wieder, empfehlen aber die Lektüre des ganzen Beitrags und vergessen nicht, dieses online-Magazin ausdrücklich zu loben, weil wir übers Jahr dort eine Menge Anregungen für uns und unsere website erhalten haben. Der Autor Dr. Peter F. Mayer schreibt also unter o.g. Titel, (vgl. hier):
Eine weitere große Studie in China hat deutliche Auswirkungen von Windparks auf Vegetation und Klima festgestellt. Der Bau von Windparks führte zu einem Rückgang der Vegetationsgrünheit, einer Verringerung der Oberflächenrauheit, einem Anstieg der Temperatur und einer Abnahme der Luftfeuchtigkeit.
China betreibt mittlerweile die größte Zahl an Windrädern, liegt aber relativ zur Größe des Landes und der Bevölkerung weiter hinten. Strom aus Wind- und Solaranlagen zu fördern, ist zwar die Politik der chinesischen Regierung, die Studien aus China sind jedoch weit sachlicher und fakten-orientiert als die im Westen, die in erster Linie die Finanz- und Industrie-Interessen zu bedienen haben. Daher gibt es eine Reihe von Studien, die offenbar recht ungefiltert über ihre Messergebnisse berichten (…)
In der Studie wurden die Veränderungen der Vegetation und der hydrothermischen Faktoren vor und nach dem Bau von Windparks analysiert. Dabei zeigte sich wieder wie in vielen anderen Studien, „dass die Auswirkungen der Windparkentwicklung durch eine Abnahme der Vegetationsgrünheit, eine Verringerung der Oberflächenrauheit, einen Anstieg der Temperatur und eine Abnahme der Luftfeuchtigkeit gekennzeichnet waren“.
Der Erwärmungseffekt auf die Tages- und Nachttemperaturen war in Graslandschaften stärker ausgeprägt ist als in Wäldern und Ackerland.
„Der Betrieb von Windkraftanlagen fördert den Austausch von fühlbarer Wärme und der oberen Schicht kühlerer Luft, was zu einem stärkeren Erwärmungseffekt auf Grasland führt. Darüber hinaus kann die durch Windparks erzeugte Turbulenz zu trockenerer Luft in Bodennähe führen, was die Evapotranspirationsrate erhöht und anschließend den Feuchtigkeitsgehalt in Grasland verringert.“
Windturbinenblätter beschleunigen die Luftbewegung in vertikaler Richtung und stören die stabile atmosphärische Struktur in Bodennähe innerhalb der Troposphäre. Diese Turbulenzen vermischen die warme und kalte Luft von oben und unten, was zu einem Anstieg der unteren Lufttemperatur führt.
In relativ feuchten Umgebungen trägt die verringerte Verdunstung zusätzlich zu diesem Temperaturanstieg bei. Ein Großteil der Forschungsergebnisse kommt zu dem Schluss, dass Windparks einen Erwärmungseffekt auf die Oberfläche haben (Zhao et al. 2025), der nachts stärker ist als tagsüber, im Sommer ausgeprägter als im Winter, wobei der intensivste Erwärmungseffekt in Sommernächten auftritt.(…)
Die Studie weist gleich eingangs auf eines der Nachteile von Windkraft hin. Windkraftanlagen haben eine geringe Energiedichte, sodass für die Entwicklung und Nutzung viel Landfläche benötigt wird. Der Bau der für Windparks erforderlichen Energieinfrastruktur sowie die Nutzung von Baustellen wirken sich daher auch direkt auf die ursprünglichen Oberflächeneigenschaften aus und führen zu einer Konkurrenzsituation mit anderen Landnutzungsansprüchen.
In Regionen mit viel Wind gibt es häufig große Windkraftcluster. Mit zunehmender Größe dieser Cluster sind die Umwelteinflüsse im Vergleich zu einzelnen Windkraftanlagen stärker ausgeprägt, sodass ihre Auswirkungen auf die Landnutzung erheblich sind.
Wir haben auch eine einschlägige Literaturempfehlung zum Thema. Bei der Lektüre dieses Ratgeber-Sachbuches (siehe links) in einem von fossilen Energieträgern gut erwärmten Raum macht einem dann doch recht viel Freude. (Mehr Info per Klick auf Grafik).


