Es ist wieder soweit!

Die deutsche Regierung will Krieg! Natürlich auch die englische und französische, aber die Regierungskoalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz ist ganz besonders kriegsfreudig. Allerdings zeigt die US-Regierung kein großes Interesse, sich im Ukraine-Krieg weiter zu engagieren und begrüßt es, wenn die Europäer selbst die militärische Unterstützung der Ukraine mit Waffen und Bodentruppen übernehmen. Es wäre geradezu ein riesengroßer Vorteil, wenn die EU in einem Krieg gegen Russland scheitern würde, da dies bedeutet, dass die USA mit der EU wirtschaftlich nicht mehr konkurrieren müssten. Die deutsche Regierung weiß sehr wohl, was die USA wollen und ist bereit, den US-amerikanischen Wünschen nachzukommen. Zudem kann man ja den verlorenen Krieg gegen Russland nicht auf sich sitzen lassen. Wenn Deutschland wieder zu Rang und Ehren kommen will, gilt es, Russland zu besiegen. Die Operation Barbarossa ist noch nicht vorbei und will erfolgreich zu Ende gebracht werden. Der Traum nicht weniger Spitzenpolitiker in Deutschland: Ein Sieg über Russland!

Von den jungen Menschen, die die Schule abgeschlossen haben, wird erwartet, dass sie willig für Demokratie und Freiheit kämpfen. Kriegstüchtig müssen sie sein. Widerspruch ist unerwünscht. Es geht um Höheres als um Meinungsfreiheit. Im Falle eines russischen Angriffs muss gekämpft werden. Was gibt es Schöneres, als für Freiheit und Demokratie zu sterben. Jeder, der Frieden mit Russland will, ein Ende der Waffenlieferungen an die Ukraine fordert und sich für eine diplomatische Lösung einsetzt, macht sich, auch wenn er es überhaupt nicht beabsichtigt, zum Verbündeten Putins und seine Konten könnten gesperrt werden. Die Führung der EU führt gerne solche Maßnahmen durch. Das ist natürlich ein Angriff auf die Rechtsstaatlichkeit. Die Betroffenen können sich nicht einmal juristisch dagegen wehren, da die Sperrung ihrer Konten dazu führt, dass sie die anwaltlichen Honorare nicht bezahlen können; es sei denn, die Anwälte verzichten auf ihre Honorare und versuchen, die entstehenden Kosten durch Spenden zu finanzieren. Es geht nicht um die Verteidigung des demokratischen Rechtsstaats, denn der wird vor allem gerade durch die von der EU veranlassten Kontosperrungen eingeschränkt. Demokratie und Rechtsstaat ja, aber doch nicht überall!

Vieles erinnert an die Situation vor dem ersten Weltkrieg im deutschen Kaiserreich. Hatten sich die Sozialdemokraten zunächst gegen einen Kriegseintritt ausgesprochen, sahen sie plötzlich die Bekämpfung des reaktionären Zarenreichs als ihre Pflicht an. Sie schlossen sich der durch Propaganda hervorgerufenen patriotischen Stimmung an und stimmten dem Kriegseintritt zu. „Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten!“. Diese Parole der Novemberrevolution von 1918 trifft auch heute noch zu. Außerdem wollte die SPD nicht wie die Kommunisten zu den vaterlandslosen Gesellen gehören. Kaiser Wilhelm II forderte ganz im Sinne des preußischen Protestantismus Unterordnung und Disziplin. Pflicht und Gehorsam wurde zur Parole des deutschen Kaiserreichs. So wie sich der Kaiser höheren Zwecken unterwarf (Am deutschen Wesen soll die Welt genesen), sollten sich die deutschen Staatsbürger dem Kaiser unterwerfen. Und, was ist heute anders???

Der höhere Zweck, so die Bundesregierung, sei der Kampf für die Freiheit und deshalb müsse die Ukraine militärisch unterstützt werden, da sie unsere Freiheit verteidige. Die SPD, einst unter Willy Brandt sich um den Frieden durch Annäherung mit der Sowjetunion bemühend, tritt heute für Waffenlieferungen an die Ukraine ein und treibt die Mobilmachung der Bundeswehr voran. Was einst im Kaiserreich die vaterlandslosen Gesellen waren, sind heute die Putin-Versteher. Pflicht und Gehorsam werden eingefordert, indem man jenen die Konten sperrt, die sich für Verhandlungen mit Russland einsetzen und die Waffenlieferungen an die Ukraine beenden wollen. Die staatsbürgerlichen Untertanen, heute wie damals, haben sich dem Unabwendbaren zu fügen: dem bevorstehenden militärischen „Verteidigungskampf“ mit Russland! Im Übrigen ging es auch damals um die Verteidigung gegen die „bösen“ Zaren. Nichts ist also heute anders geworden.

Abschließend sei noch erwähnt: Damals ging es um Rohstoffe und heute geht es um Rohstoffe; damals profitierte die Finanz- und Rüstungsindustrie und heute profitiert die Finanz- und Rüstungsindustrie; damals kam es zum großen Krieg und heute wird es zum großen europäischen Krieg kommen! Es ist also wieder so weit!!!

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