Werden wir im kommenden Herbst heizen können und womit?
Eine paradoxe Frage angesichts der sommerlichen Hitze. Aber nach Meinung jener Experten, die nicht gerade bloße Lautsprecher der Regierung Merz/Klingbeil sind, gibt es weder bei Erdgas noch bei Elektrizität eine sichere Option. Ja, die publizierten Zahlen werden sogar inzwischen häufiger als Ausdruck eines kommenden Desasters bewertet!
Natürlich hoffen die Parteien des Kriegs- und Krisenkartells aus CDU, SPD. Grüne und Linke, daß ihnen ihre gemeinsam verkündete ‚Energiewende‘ nicht schon zu den Wahlterminen in September gänzlich um die Ohren fliegen. Die AfD aber, als Hauptkraft gesellschaftlicher Opposition, hatte immerhin mehrfach versprochen, genau nachrechnen zu lassen, was dieses Parteienkartell finanziell übrig gelassen hat. (Vgl. dazu hier zum Thema ‚geplantes AfD-Verbot‘).
Und zum Nachrechnen gehört ja auch, welche Mittel für die fünffach teureren LNG-Lieferungen aus den USA oder Norwegen, gemessen an den Zeiten von Nord-Stream, und, nach Abzug der geplanten zehntausenden von E-Mobilen und ebenso den geplanten Millionen von Wärmepumpen noch sonst so an operabler Elekrizität zur Verfügung stehen könnte.
Ein mehr oder minder devotes Anklopfen bei Präsident Putin wegen möglicher Notlieferungen fällt ja nun längst ganz aus, weil ausgerechnet Kanzler Merz sich zum Obersten Kriegsführer gegen Russland erkoren hat – mit uns als ungefragte Manövriermasse. Zumal: nach dem teilweisen Rückzug der USA aus dem NATO-Krieg in der Ukraine hatten ja Merz und seine Regierung längst mit Raketen- und Drohnenlieferungen nach Kiew begonnen und damit aktiv für die Vernichtung russischer Menschen sorgen lassen. Und wenn die russische Seite etwa im Herbst damit beginnen sollte, die Raketen- und Drohnenlieferanten hier bei uns vor Ort auszuschalten, stellt sich sowieso nicht zuerst jene Frage danach, wie wir unsere Füße warm kriegen …
1. Um im militärischen Duktus zu bleiben: Wie sieht es jetzt aus an der Erdgas- und Erdölfront?
Das mit dem militärischen Duktus ist gar nicht so verkehrt, denn die Erdgas- bzw. LNG- und die Erdölmärkte handeln mir einer sehr beliebten Ware, v.a. bei jenen ’Marktteilnehmern’, die kein Ressourcen dieser Art besitzen oder, wie wir ‚Deutschen’, die großmäulig die ehemaligen Hauptlieferanten wegsanktioniert haben. Im österreichischen online-Magazin ‚TKP.at – Blog für Science und Politik‘ beschreibt der Autor Dr. Peter F. Meyer unter dem Titel „Die kommende Energiekrise – Märkte manipuliert, Vorräte schwinden, Wirtschaft auf dem Prüfstand“ den Status der deutschen Enegiewirtschaft eher sehr skeptisch. Wir zitieren hier seine einleitenden Gedanken, verweisen aber auf die Lektüre des gesamten faktenreichen Beitrags. Meyer schreibt also kürzlich über die aktuellen Untersuchungen des international sehr bekannten Chris Martenson:
„…(der legt) die energiepolitische Lage schonungslos offen — und was er sagt, sollte jeden aufhorchen lassen, der noch glaubt, die westliche Kriegspolitik im Nahen Osten habe irgendetwas mit „Freiheit“ oder „Sicherheit“ zu tun. Vor dem Krieg produzierte die Welt etwa 86 Millionen Barrel Rohöl pro Tag. „Rohöl“ — nicht Butan, Pentan oder Ethan, die gerne dazugerechnet werden, um die Zahlen schönzufärben. Sondern das Zeug, aus dem Kerosin, Diesel, Schiffsbunkeröl und Benzin gemacht werden. Das Zeug, das die Weltwirtschaft am Laufen hält.
Heute, nach der Schließung des Roten Meeres durch AnsarAllah und den Angriffen auf russische Raffinerien, fehlen täglich etwa 15 Millionen Barrel. Um das in Perspektive zu setzen: Das ist die Menge, die die Welt zuletzt 2009 verbrauchte — als die globale Wirtschaft etwa 40 Prozent kleiner war als heute.“
Ein anderer Autor. Ulf Lorrè, auch bei TKP.at, gibt sehr konkret darüber Auskunft, was nach Ausfall der Erdgasversorgung an drastischen Folgeschäden bis zur stillstehenden Wasser- und Abwasserwirtschaft(!) zu erwarten wäre. Vgl. dazu unter: „Werden Deutschlands Erdgasspeicher in diesem Winter leer laufen? Gas wäre nur der erste Schritt!
2. Elektrizität ist ganz und gar keine ‚Sicherheitsplattform‘
Jetzt noch einmal „Vorhang auf !“ zum Thema ‚Energiesicherheit‘. Wir verweisen auf einen Beitrag der alerten Dagmar Henn u.a. im online-Magazin Meiser-TV unter„Sicherheitsplattform Strom – wie groß ist das Problem wirklich?“. Sielegt eine Art ‚tour d’horizon‘ zu verschiedenen Details der gesamten Problemlage vor und schreibt einleitend:
(Angeblich) gehe es nur um eine „digitale Plattform, mit deren Hilfe die Kommunikation im Falle einer Energiemangellage verbessert werden soll“, erklärte die Bundesnetzagentur zu ihren Plänen einer „Sicherheitsplattform Strom“ auf Nachfrage von Apollo News, das als Erstes über diese seit 2024 laufenden Arbeiten berichtet.
„Die deutsche Stromversorgung ist sehr sicher und die Bundesnetzagentur hält großflächige Störungen der Stromversorgung weiterhin für sehr unwahrscheinlich.“ Und „es existieren keinerlei uns bekannte Gründe, welche für einen bevorstehenden Einsatz der Sicherheitsplattform Strom aufgrund von irgendwelchen Versorgungskrisen sprechen würden“. Das tröstet wahrlich. Allerdings gibt es Details, die stutzig machen.
3. Schlußfolgerung: ‚Energiewende‘ u. Klimahysterie schnell stoppen!
Unter den eben geschilderten Umständen in Sachen Energiesicherheit sollten die Wähler auch bei den Kommunalwahlen am 20.09. in Niedersachsen schon allein aus Sicherheitsgründen dringend von der Wahl einer der Energiewende-Parteien absehen. Die haben, so scheint es, alles vergeigt oder sind gerade dabei. Auch auf der Ebene der Kreise, Städte und Gemeinden müssen deren Vertreter zweckmäßigerweise gezwungen werden, alles rückabzuwickeln, was sie in den letzten Jahren energiepolitisch getan haben, oder zumindest die regionalen oder kommunalen Durchführungsverordnungen für alles, was nach Energiewende aussieht erst einmal auf Eis zu legen.
Das muß z.B. bis dahin gehen, dass die im kommunalen Auftrag ständig ausschwärmenden Drückerkolonnen (NGO’s und einschlägige Stiftungen) für die Bewerbung und den Verkauf von Wärmepumpen in städtischen Räumen gestoppt werden.
